Über TKD
Bul-Sportschule zur Geschichte des Taekwondo
Taekwondo gehört zur Gruppe der sogenannten harten Kampfsportarten, die unter dem Namen „Karate“ in den letzten Jahren sehr populär geworden ist. Als Heimatland gilt Korea, doch der Ursprung des Taekwondo liegt im Dunkeln und es können darüber nur Vermutungen angestellt werden, die auf sehr unterschiedlichen Theorien basieren. Dies gilt übrigens für die meisten alten Kampfsportarten. Angenommen wird, dass sich dieser Kampfsport aus dem elementaren Bedürfnis des Menschen, seine vitalen Punkte zu schützen, entwickelt hat.
Mit der Veränderung der menschlichen Lebensbedingungen erfuhr auch Taekwondo eine entsprechende Umwandlung. Aus einer defensiven Verteidigungshaltung wurde eine offensive Kampfkunst, häufig aber auch mit einer anderen Akzentuierung, jedoch immer in Abhängigkeit von den jeweiligen Lebensumständen des Volkes. Die ältesten Zeugnisse für die Existenz von Taekwondo (damals noch unter dem Namen Taek-Kyon, bzw. Subak) sind Fresken in Grabkammern aus dem Koguryo-Königreich (37 v.Chr. bis 936 n.Chr.) auf denen kämpfende Männer dargestellt sind und deren Fußstellungen bzw. Armhaltungen als typische Taekwondo Techniken zu identifizieren sind. Im Königreich Silla waren es die Hwarang (eine Gruppe junger Adeliger), die sich in der Kunst des Taekwondo übten (57 v. Chr. bis 936 n. Chr.) Diese Gruppe hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Volk und Land zu verteidigen und religiöse Bräuche zu pflegen.
Die Staatsreligion war der Buddhismus und viele bekannte Mönche sowie Philosophen waren entweder Lehrer des Hawarang oder früher selber Angehörige dieses Bevölkerungsteils.
Auch im Königreich Baekje (18 v. Chr. bis 660 n. Chr.) wurde Taekwondo betrieben. Aus dem Buch „Samguk-Sagi“ ist zu entnehmen, wie die damaligen Könige diesen Kampfsport förderten. Das galt nicht nur für eine kleine Minderheit, sondern für das ganze Volk.
Weitere Beweise für die Existenz und Bedeutung des nationalen Kampfsportes sind Urkunden aus der Koryo-Dynastie (918 bis 1392), in denen die Rede von hervorragenden Taekwondo Kämpfern, die auf diesem Wege von den damaligen Herrschern für ihre Leistungen geehrt wurden.
Als Korea durch den Annexionsvertrag mit Japan (1910) die Souveränität verlor, wurde für die Zeit der Besetzung (bis 1945) die Ausübung des Taekwondo verboten.
Trotz des Verbotes und der damit verbundenen Sanktionen fanden sich immer noch Personen, die heimlich übten und ihre Kenntnisse auch weitergaben. Nach der Befreiung Koreas begann der „Vater“ des heutigen Taekwondo, Chi Hong Hi, sofort mit der Verbreitung des nun wieder legalen Kampfsports. 1955 wurde von einem Gremium höchster Danträger der Name Taekwondo als neue Bezeichnung gewählt. Anlass war die Überlegung, dass der neue Begriff die Inhalte des Kampfsportes wiederspiegeln sollte.
Tae steht für die Beintechniken
Kwon bezeichnet die Handtechniken
Do beinhaltet die geistige Entwicklung des Menschen und die Entfaltung seiner Persönlichkeit
1980 wurde Taekwondo durch Beschluss des IOC als olympische Disziplin anerkannt.
Gedanken zum sportlichen Wert des Taekwondo
Taekwondo ist im Unterschied zu vielen anderen Sportarten ein körperlich umfassender Sport, d.h. bei der Ausübung von Taekwondo wird eine Vielzahl von Muskeln und Gelenken beansprucht. Die Bewegungsabläufe und Haltungen im Taekwondo sind so vielfältig, dass nur der Körper in seiner Gesamtheit in der Lage ist, diese Vorhaben zu verwirklichen.
Mithilfe eines sinnvoll aufgebauten Trainings soll Taekwondo dazu verhelfen, geringe Kraft zu steigern und die so entwickelten Kräfte wirkungsvoll einsetzen zu können. Der Körper in seiner unendlichen
Bewegungsvielfalt soll für die Kunst der Selbstverteidigung erkannt und vorbereitet werden. Um diesen Anspruch einlösen zu können, ist es notwendig, sich einem lebenslangen kontinuierlichen Training zu unterziehen. Geduld und Ausdauer, Selbstbeherrschung und Bescheidenheit sind die wichtigsten individuellen Grundlagen und sie stellen zugleich die Nahtstellen zur geistigen Haltung – dem Do- dar.
Auf dieser Basis wird es auch einem körperlich schwächeren Menschen möglich sein, durch schnelles,
konzentriertes und zielgerichtetes Handeln einen stärkeren Gegner zu besiegen.
Die zwingende Voraussetzung dafür ist allerdings die Harmonie des Geistes mit dem Körper, ein Ziel, dass er nicht nur Taekwondo auf der motorischen Ebene betreibt, sondern dass er Taekwondo lebt.